Gemeinde

Film Teil 3: Pfarrer und Bürgermeister

Gegenwärtig wird der 3. Film über das Bennunger Leben zwischen Pfarrer und Bürgermeister gedreht. Der Film beginnt mit dem legendären Weihnachtsbaumklau der Kirchengemeinde. Hauptgeschichte ist die Visitation des Bischofs, der das Bennungen Kirchgemeindeleben prüft: Um den Pfarrer zu unterstützen, wechselt der Bürgermeister mit seinem Team kurzerhand in den Gemeindekirchenrat…..

Wer sich für die ersten beiden DVDs interessiert, kann diese über das Pfarramt Roßla bestellen ( gemeindebuero@kirchspiel-rossla-tilleda.de).

Der Trailer zum 2. Film ist bei youtube anschaubar  „Der Deal – Bennungen„.

Zu den Medienberichten über LEO e.V.

In der ersten Februarwoche wurde der in Bennungen ansässige Verein Leo e.V. mit seinem Vorsitzenden Pfr. Ritter in zwei Fernsehreportagen und in verschiedenen Zeitungsartikeln hart im Blick auf das Verhältnis zu Homosexualität kritisiert. Hintergrund ist Theorie und Praxis des Vereins, dass in bestimmten Fällen ein gleichgeschlechtliches Empfinden durch entwicklungsbedingte Störungen entsteht und durch einen langen Weg des Gesprächs und der Selbstanalyse verändert werden kann. Als für die Kirchengemeinde Bennungen zuständiger Pfarrer ist es mir wichtig, dazu meinen Standpunkt kurz aufzuzeigen.
Die Arbeit des Vereins Leo e.V. wurde in den Medien nur einseitig unter einer bestimmten Perspektive dargestellt. Weder finden Seminare zur „Homoheilung“ (so Zeitungsüberschriften) statt noch spielt das Thema in den Berührungspunkten zwischen Kirchengemeinde und Verein irgendeine Rolle.  Ich nehme an dem Verein stattdessen ein herzliches Engagement für Menschen in inneren Notsituationen und eine große Offenheit für lebensweltliche und theologische Fragen ohne bereits feststehende Wertungen wahr.
Vor dem Hintergrund der in den Artikeln aufgeworfenen inhaltlichen Fragen ist es mir gleichwohl im Blick auf meinen Dienst als Pfarrer wichtig zu betonen, dass für mich homosexuell oder lesbisch empfindende Menschen von Gott angenommen und geliebt sind. Gottes Einladung, mit ihm auf seinem Lebensweg zu gehen, gilt jeder und jedem. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass die sexuelle Orientierung keine Bedeutung für das Willkommensein und die aktive Mitarbeit in der Kirchengemeinde hat.  Da bisher niemand wirklich erklären kann, warum der eine gleichgeschlechtlich liebt und der andere nicht, halte ich es zudem für unverantwortlich, wenn jeder homosexuell oder lesbisch empfindender Menschen unter den Generalverdacht eines entwicklungsbedingten inneren Defizits gestellt werden würde.
Grundsätzlich habe ich in den vergangenen zweieinhalb Jahren meiner Zuständigkeit für Bennungen allgemein sowie in den vergangenen Wochen nach den Artikeln die Kirchengemeinde Bennungen als eine Gemeinschaft erlebt, die einladend das Miteinander im Dorf sucht und weder theoretische noch praktische Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensentwürfen der Menschen im Ort macht.

Pfr. Folker Blischke

P.S. Die Selbstdarstellung ist von Leo ist unter www.leo-ev-bennungen.de nachzulesen.

Gemeinderaum im Pfarrhaus

Neben der Kirche St. Johannes steht das Bennunger Pfarrhaus. Als klar war, dass Bennungen kein eigener Pfarrsitz mehr sein würde, hat Pfr. Ritter das Pfarrhaus in der Nachwendezeit gekauft und bewohnt es bis heute. Die Gemeinde kann im Erdgeschoss den Gemeinderaum für die Gottesdienste in der Winterzeit, für die Chorproben und die Christenlehre nutzen. Im Frühjahr 2013 ist der Gemeinderaum grundlegend saniert wurden: Ein neuer Fußboden mit Fußbodenheizung und Parkett, neue Elektroleitungen und die Neugestaltung der Decke. Als Chor und Gemeinde freuen wir uns über den schönen Raum!