Die Roßlaer Kirche ist von der Höhe des Turms und von der Anzahl der Sitzplätze die größte Kirche im gesamten Landkreis und im Harzraum bis Wernigerode und ist dennoch eine „Dorfkirche“. Seit über zehn Jahren versuchen wir, Bauabschnitt für Bauabschnitt die Kirche außen zu sanieren. Das Grundproblem ist dabei immer ähnlich: Nach bald 150 Jahren sind vielfach die Fugen ausgewaschen und manche der Sandsteine ohne gute Qualität „zerbröseln“ gleichsam. Außerdem hat hat man oft Abdeckungen und Schmuckelemente mit Eisen befestigt, dass durch eindringendes Wasser rostet und den Sandstein noch zusätzlich sprengt.
Im vergangenen Jahr ist es gelungen, den Südgiebel des Querhauses, der zum Schloss zeigt, mit seinen beiden kleinen Filialtürmen und mit dem Rosettenfenster grundlegend für rund 90.000 Euro zu sanieren.D ie Maßgabe des Denkmalschutzes war, bei der Sanierung möglichst viele der alten Steine zu erhalten, so dass der Anblick des Giebels keine ebene Mauerfläche zeigt, sondern eine von den Jahrzehnten gezeichnete – nun aber neu verfugt. Eine besondere Herausforderung waren dabei die schweren Sandsteinplatten auf dem Giebel, die vor der Sanierung alle lose waren. Die Sanierung ist möglich geworden durch die Unterstützung von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, der Stiftung KiBa, dem Landesverwaltungsamt und dem Zukunftsfonds Mansfeld-Südharz.
Das nächste große Bauvorhaben wird dazu die Sanierung des nördlichen Giebels oberhalb des vor einigen Jahren sanierten Fensters (gegenüber von Uhrmacher Kutzleb) sein, wo ebenfalls Rosette, Filialtürme, Sandsteinplatten und Fugen erneuert werden müssen. Insgesamt wird das Vorhaben rund 98.000 Euro umfassen. Gegenwärtig haben sich noch nicht alle um Hilfe angefragten Fördermittelgeber zurückgemeldet. Von Herzen dankbar sind wir über die Förderzusage von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt und der Stiftung für die Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung KiBa).

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